Einführung

 

21.02.2015:

Im November 2014 stand ich bei einem Händler vor einem schön eingerichteten Terrarium, das mit einer kleinen 3er-Gruppe Acanthodactylus scutellatus besetzt war. Die Herkunft dieser sehr agilen und hübschen "Fransenfinger" war leider nicht zu klären - es war auch anhand der Lieferpapiere nicht ersichtlich, ob es sich um Wildfänge oder um Nachzuchten handelte. Ein kleines Terrarium, das eigentlich nur zur Überwinterung gedacht war, wurde entsprechend einfach eingerichtet und eine Woche später zogen dann die drei Tiere ein.

Den Tieren war mein Plan zur Winterruhe ziemlich egal - nach knapp drei Wochen legte das Weibchen ein einzelnes Ei unter dem Wassernapf ab. Die Trächtigkeit war dem Weibchen zuvor nicht anzusehen... aber zum Glück hat das Tier den einzig wirklich feuchten Platz im Terrarium für eine Eiablage als gut genug befunden. Wenige Tage danach konnte ich dann bereits eine Paarung beobachten.

Bei 28°C im Inkubator und in mässig feuchtem Substrat hat sich das Ei zu meiner Überraschung dann innerhalb von 14 Tagen zu einem sehr großen Ei entwickelt - die enorme Volumenzunahme zu Beginn der Inkubation war erstaunlich. Das Ei hat aber leider keinerlei Anzeichen für eine Entwicklung eines Jungtieres gezeigt. Nach 60 Tagen habe ich das Ei nochmals durchleuchtet und war immer noch davon überzeugt, daß da nichts mehr schlüpft...

Am Tag 66 der Inkubationszeit wurde ich aber eines Besseren belehrt - ein verhältnismäßig großes, hell gefärbtes Jungtier ist heute Morgen geschlüpft.

Somit besteht tatsächlich Hoffnung, daß aus den beiden weiteren Gelegen, die das Weibchen trotz "Winterruhe" im Abstand von jeweils 4 Wochen noch gelegt hat, ebenfalls etwas schlüpft. Auch bei diesen Eiern ist bislang (abgesehen von der deutlichen Volumenzunahme) keine Entwicklung im Inneren der Eier zu erkennen.

 

Die erste Paarung im Dezember 2014.

 

Der erste Schlüpfling... die Kopf-Rumpf-Länge liegt bei etwa 3,5 cm.