2013

 

September 2013 - einen Tag später...

Am Tag nach dem Fund der ersten Röhrenspinnen haben wir das gute Wetter genutzt, um weitere Aufnahmen im Wald zu machen und um nochmals nach den Röhrenspinnen zu suchen. Es waren 26 Exemplare, die wir im selben Waldgebiet finden konnten...

 

Ausserdem konnten wir ein subadultes Lacerta agilis-Männchen beim Erbeuten einer Blauflügligen Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) beobachten. Die Fotos wurden leider nicht ganz so gut - aber wir wollten den Burschen beim Fressen nicht unbedingt stören.

 

Ein junger Grasfrosch (Rana temporaria) von diesem Jahr...

 

...und eine Heidelibelle (Fam. Sympetrum), die lange genug für ein paar brauchbare Fotos sitzen blieb.

 

September 2013:

Das Wetter wird wieder besser - die Regenwolken haben sich verzogen und die Sonne scheint... also waren wir heute Nachmittag endlich mal wieder im Wald. Zu unserer Überraschung fanden wir innerhalb von knapp zwei Stunden 21 Röhrenspinnenmännchen. Offenbar standen die Kerlchen alle in den Startlöchern zur Brautschau und haben den ersten schönen Tag sofort genutzt. Eine beachtliche Anzahl, wenn man bedenkt, daß uns in den letzten beiden Jahren nur jeweils höchstens eine Handvoll Tiere pro Tag über den Weg gelaufen sind...

 

Es war ein Tag der rot-schwarzen Insekten - viele in dieser Warnfarbe gezeichnete Insekten erschwerten die Suche nach den Röhrenspinnen erheblich...

Die gewöhnliche Feuerwanze ((Pyrrhocoris apterus) kam wie so oft in großen Mengen vor.

 

Auch der Ritterwanze (Lygaeus equestris) sind wir häufig begegnet. 

 

Die Schwalbenwurz-Wanze (Tropidothorax leucopterus)...

 

Ein Vertreter der Stäublingskäfer - Endomychus coccineus.

 

Und seit langer Zeit endlich mal wieder ein echter "Einheimischer" - der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata).

 

Aber wir fanden ausser der "Rot-Schwarz-Fraktion" auch noch einige Eidechsen - viele junge Zaun- und Mauereidechsen nutzten intensiv die Sonnenstrahlen. 

                                                    

Eines von vielen für diese Jahreszeit ungewöhlich kleinen Lacerta agilis-Jungtieren...

 

... und auch die jungen Mauereidechsen erschienen uns sehr klein - im Spätsommer konnten wir in den letzten Jahren normalerweise schon deutlich größere Jungtiere beobachten.

 

Nach zwei Jahren haben wir erstmals wieder ein Exemplar einer kleinen, sehr blass gefärbten Zauneidechsenpopulation gefunden. Die kräftig grüne Färbung der Männchen ist bei dieser sehr eng begrenzt vorkommenden Gruppe einem fahlen Gelb-Grün gewichen.

Zum Vergleich ein "normal" gefärbtes Tier aus dem selben Waldgebiet...

 

Allgegenwärtig waren bei dem warmen Wetter auch wieder die Blauflügligen Ödlandschrecken (Oedipoda caerulescens) - die Rotflüglige Ödlandschrecke (Oedipoda germanica) ist bei uns seit ein paar Jahren leider kaum noch zu finden.

 

Zum Abschluss unseres Spazierganges fanden wir noch eine sehr große Brombeerspinner-Raupe (Macrothylacia rubi), die sich allerdings gestört fühlte und zusammengerollt auf unseren Abgang gewartet hat.

 

Juli 2013:

Während den heißen Mittagsstunden fanden wir heute leider nur wenige Zauneidechsen. Und nur ein junges Männchen wartete lange genug, bis ich ein halbwegs brauchbares Foto machen konnte...

Also mussten wieder Spinnen, Insekten und auch junge Amphibien zum Fotografieren herhalten. Bei der Spinne und dem hübschen blauen Käfer bin ich mir jedoch bezüglich der genauen Artzugehörigkeit noch nicht sicher.

Diese netten kleinen Hüpfer waren in schattigen, feuchten Bereichen zu Hunderten unterwegs: Jungtiere des Grasfrosches (Rana temporaria). 

 

 

Juni 2013:

Das in den letzten Wochen sehr kühle und nasse Wetter machte unseren Waldspaziergängen so manchen Strich durch die Rechnung. Ende Juni ließen sich bis auf einige Jungtiere vom letzten Jahr nur sehr wenige adulte Zauneidechsen sehen - dafür waren die immer häufiger auftretenden Mauereidechsen auf den sonst von Zauneidechsen besetzten Baumstämmen zu entdecken.

 

Die Nymphe einer mir unbekannten Laubheuschrecken-Art (?) musste in Ermangelung von Eidechsen dann mehrfach als Fotomodell herhalten...

 

Mai 2013:

Corvus corax - der Kolkrabe

Diesen beeindruckend großen Rabenvogel konnten wir erstmals im Sommer 2012 bei uns im Wald beobachten. Mit ihrem unverwechselbaren "Gesang" machen die größten europäischen Rabenvögel lautstark auf sich aufmerksam... ihre mächtigen Stimmen hallen weit durch den dichten Wald.

Das Fotografieren der Kolkraben gestaltet sich durch die große Fluchtdistanz sehr schwierig. Die wenigen Aufnahmen, die ich im Spätherbst letzten Jahres noch machen konnte, sind - bedingt duch die weite Entfernung zum Objekt - leider etwas unscharf geworden. Auf den beiden Bildern ist jeweils das Männchen zu sehen - das Weibchen war stets zu weit weg.

Aktuell ist nur das Männchen zu beobachten - sollten die Vögel schon geschlechtsreif sein, betreut das Weibchen vielleicht bereits irgendwo im Wald die Nachkommen...