Einführung

 

Nachdem 2011 meine Recherchen und die Entscheidungsfindung etwas zu lange dauerten (die wenigen importierten Tiere waren dann leider schon verkauft), habe ich im März 2012 die Gelegenheit ergriffen und mir vier aus Nord-Vietnam importierte Dopasia (Ophisaurus) gracilis gekauft.

Importiert wurden die Tiere ursprünglich als Dopasia harti. Aber nach Durchsicht der Arbeit von TRUONG QUANG NGUYEN et al. - Review of the genus Dopasia Gray, 1853 (Squamata: Anguidae) in the Indochina subregion und bei der Zeichnung der geschlüpften Jungtiere liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei den Tieren um Dopasia gracilis handelt.

Nachtrag Dezember 2013: eine Röntgenuntersuchung des getöteten kleineren Tieres (siehe Verhalten April 2012) ergab eine Wirbelanzahl von 49 zwischen den Resten des Schulter- und des Beckengürtels. Somit sollte es sich bei meinen Tieren nach o.g. Veröffentlichung ziemlich sicher um Dopasia gracilis handeln.


Die Tiere sind Wildfänge und waren in einem bestechend guten Zustand. Sie haben keinerlei Verletzungen, keine Schwanzregenerate und konnten bei der Händlerin sogar beim Fressen beobachtet werden...

Ich habe mich für ein grosses, voll ausgefärbtes Tier und für drei etwas kleinere, farblich blassere Tiere entschieden. Zudem besteht bei den Tieren ein Unterschied in der Kopfform. Bei der Draufsicht besitzt das grosse Tier einen deutlich breiteren Kopf im Verhältnis zum Körperübergang als es bei den etwas kleineren Tieren der Fall ist - vielleicht habe ich ja Glück und es sind tatsächlich Tiere beiderlei Geschlechts.

Die vier Glasschleichen haben zur Quarantäne ein Meter-Terrarium bezogen, in dem sich ausser Bodengrund, zwei Pflanzen und ein paar Korkstücken noch keine weiteren Einrichtungsgegenstände befinden. Auf den Bodengrund hätte ich gerne verzichtet (wegen den Kotproben) - aber ohne die Rückzugsmöglichkeit im Bodengrund wäre den Tieren eines ihrer Grundbedürfnisse entzogen.