Haltung

 

Sommer 2013:

Nach der Eiablage des Weibchens habe ich das Terrarium für das Dopasia gracilis-Paar neu eingerichtet. Während ich im Frühjahr auf eine eher übersichtliche Einrichtung Wert gelegt habe, wurde nun deutlich mehr altes Holz "verbaut". Der Bodengrund ist wie immer eine Mischung aus ungedüngter Blumenerde und Walderde. Ein guter Teil des alten Bodengrundes mitsamt den darin befindlichen Kleinstlebewesen wurde ebenfalls wiederverwendet.

Die Grundbeleuchtung besteht aus einer 36W-Leuchtstoffröhre, die aktuell 14 Stunden lang für ausreichendes "Tageslicht" sorgt. Nachmittags wird im rechten Bereich des Terrariums für vier bis fünf Stunden die seit dem Frühjahr 2013 verfügbare 35W-Variante des Lightstorm-Strahlers (für zusätzliche Wärme und zur UV-Versorgung) zugeschaltet. In den ersten ein bis zwei Stunden ihrer aktiven Zeit halten sich die Schleichen regelmässig im Bereich des Strahlers auf.

Da das Terrarium seit Anfang des Jahres nicht mehr in meinem kleinen, für diese Art wohl etwas zu warmen Terrarienraum steht, liegen die Temperaturen im Terrarium tagsüber - abhängig von der Umgebungstemperatur - nur noch zwischen 22°C und 25°C. Der Bereich direkt unterhalb der Lightstorm erwärmt sich im Laufe des späten Nachmittags auf knapp über 30°C.

 

Frühsommer 2012:

Leider gibt es zu angemessenen Haltungsbedingungen kaum verwertbare Informationen über diese asiatischen Verwandten des Scheltopusik. Somit habe ich in den ersten Wochen verschiedenen Bodengrund und auch unterschiedliche Wärmebereiche ausprobiert.

Beleuchtet wird momentan mit einer 36W-LSR Osram Lumilux Cool Daylight 865. Für zusätzliche Wärme sorgt ein 20 Watt Halogenspot.

Update Juni 2012: In den ersten zwei Monaten konnte ich keinerlei Bevorzugung von bestimmten Regionen im Terrarium beobachten. Regelmässige Aufenthalte abseits des Lichtkegels und somit in kühleren Bereichen brachten mich von meinem Vorhaben, über den Terrarien jeweils eine 70W Lightstorm zu installieren, ab. Da die Tiere zu warme Bereiche ganz offensichtlich meiden, wird auch der Halogenspot nur noch für ein bis zwei Stunden vorm Erlöschen der Beleuchtung zugeschaltet.

Die beiden Terrarien sind nun mit lockerem Erdboden, der mit weissfaulem Holz gemischt wurde, bis zu 20 Zentimeter hoch befüllt. Zudem sind zwei Drittel der Bodenoberfläche mit Moos abgedeckt. Zwischen Moos und Erde halten sich die Tiere auch tagsüber oft auf und lassen hin und wieder erahnen, wo sie sich gerade bewegen.

Die Schleichen tauchen regelmässig am frühen Morgen und dann erst wieder am späten Nachmittag auf und sind während dieser Zeit aktiv im gesamten Terrarium unterwegs. Nach ein paar Wochen reagieren die Tiere auch auf die "Beregnung" und die Fütterung. Sobald die Terrarienscheiben geschlossen sind, dauert es nur kurze Zeit bis zum Erscheinen der Schleichen. Sie nehmen bislang Trinkwasser nur über die Tropfen an den Scheiben und an der Einrichtung auf. Die Futtertiere werden mit erstaulich schnellem Vorstoss des Kopfes am Bodengrund fixiert und dann gefressen.