Futtertiere

 

Für Takydromus spec. bieten sich in der Regel nahezu alle verfügbaren Insekten an - lediglich auf die Grösse der Futterinsekten sollte ein wenig geachtet werden. Da diese Tiere recht gierige Fresser sind, machen sie auch vor grossen Insekten nicht halt. Es werden in der Hitze des Gefechts auch mal Futtertiere angegangen, die deutlich zu groß für die schlanken Eidechsen sind.

Es gab bei mir bislang kaum ein Insekt, das nicht als Futter getaugt hätte. Von Heimchen & Co über Ofenfische bis hin zu kleinen Heuschrecken wird normalerweise alles problemlos genommen.

Auch Wiesenplankton bringt während der wärmeren Monate Abwechslung in den Speiseplan - aber: bitte Artenschutzbestimmungen beachten.

Lediglich beim Verfüttern von Bohnenkäfern kam es bei meinen Jungtieren zu wildem Kopfschütteln - offenbar wurde diese recht harte Kost von den Tieren als untauglich befunden. Ob es am Geschmack oder am Chitin-Panzer der Käfer lag, kann ich nicht beurteilen...

 

 

Meine Futtertiere beziehe ich bis auf wenige Ausnahmen aus dem Online-Handel (siehe Links). Eine gute Pflege und Ernährung dieser zugekauften Insekten sollte selbstverständlich sein - nur so ist gewährleistet, dass unsere Reptilien mit allen benötigten Nährstoffen versorgt werden.

Steppengrillen, Heimchen, Zweifleckgrillen, Mittelmeergrillen und Heuschrecken:

Grundsätzlich bekommen fast alle meiner Futtertiere Grünfutter als Nahrungsgrundlage - sei es in Form von getrockneten Gräsern oder Rotklee oder auch frischem Grünzeug. Hier steht ganzjährig eine breite Palette an verschiedenen Salaten, Vogelmiere, Karotten, Paprika, Äpfel, Trauben, selbstgezogenen Wildkräutern und Küchenkräutern zur Verfügung, die ohne grosse Mühe gekauft oder gesammelt werden können.

Selbstverständlich ist beim Sammeln darauf zu achten, dass das Grünfutter aus unbelasteten und ungedüngten Gebieten stammt und gekauftes Gemüse vorm Verfüttern gründlich gewaschen wurde. Zusätzlich werden meine Futtertiere mit Fischfutterflocken, hin und wieder mit Hundeflocken und auch mit Fruchtbrei versorgt.

Ofenfische:

Hier läuft ganzjährig eine Futtertierzucht, die ständig auch kleinste Futtertiere für frisch geschlüpfte Jungtiere gewährleistet. Eine kurze Beschreibung ist unter Futtertierzucht - Ofenfische zu finden. 

Drosophila spec.:

Eine mittlerweile überall im Futtertierhandel erhältliche, kleine Fliegenart, die es meist als flugunfähige Variante zu kaufen gibt. Meine Drosophila bekomme ich dankenswerterweise regelmässig von einem Freund - somit muss ich mich vor dem Verfüttern nur um die kurzfristige Aufwertung dieser Insekten kümmern. Mit einem Klecks Honig oder Fruchtbrei werden die Fliegen etwa eine Stunde vorm Verfüttern "aufgeladen" - unter dem Stichwort "gut loading" (frei übersetzt: das Aufladen des Verdauungstraktes) finden sich im Internet einige Hinweise über den Sinn des Aufwertens von Futterinsekten.

Erbsenblattläuse:

Seit dem Frühjahr 2011 füttere ich meine Schlüpflinge ebenfalls mit Erbsenblattläusen. Meine anfängliche Skepsis hat sich in den letzten Wochen deutlich gewandelt - die Blattläuse lassen sich problemlos vermehren und werden von den Jungtieren gierig aufgenommen. Eine ausführliche Beschreibung meiner Erbsenblattlaus-Zucht befindet sich im Bereich "Futtertierzucht".

Vitamine und Mineralien:

Zusätzlich zu den auf natürlichem Weg verabreichten Vitaminen werden die Futtertiere in unregelmässigen Abständen unmittelbar vor dem Verfüttern mit Herpetal Complete T oder Herpetal Mineral + D3 eingestäubt.

Ausserdem steht meinen Reptilien ständig zerstossener oder zerriebener Sepiaschulp zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um einen mineralhaltigen, nach innen verlegten Rest einer ursprünglich äusseren Schale, der den Sepien durch den Einschluss von Luft als Auftriebskörper und als "Endo-Skelett" zur Stabilität dient.